Heute war ein sehr anstrengender Tag. Die Nacht war schon so unruhig, aber anscheinend nicht nur für mich. Die Energien sind derzeit unfassbar dicht in unserem kollektiven Bewusstsein. Das ist dann einer der Nachteile der Hellfühligkeit. Meine Träume waren sehr difus und gefühlt war ich die ganze Nacht in einem Halbschlaf Zustand. Dann war ich frühstücken mit meiner neuen Freundin Lillly. Ich kenne Lilly erst seit wenigen Monaten, doch ich muss sagen, ich mag sie wirklich sehr. Seit wir auf die Insel gezogen sind hat mir eine gute Freundin etwas gefehlt. Ich empfand die Freundschaften hier als recht oberflächlich, mir hat einfach immer die Tiefe gefehlt. Das ist es auch, was mich zu James so hingezogen hat, seine Tiefe.
Lilly ist die erste Frau, die ich kennenlerne, die meine Tiefe spiegelt. Auch das Mas ein innerer Heilung in dieser Tiefe. Sie versteht meine Spiritualität. Eine sehr schöne Verbindung, eine wundervolle Frau. Danke, liebes Leben, für diese schöne Verbindung.
Wir haben immer sehr schöne Gespräche und so hatten wir auch heute wieder sehr schöne Themen über das Leben. Ich fühle mich sehr gesehen und sie durchläuft ähnliche Themen, auch wenn die Affäre mit James immer noch ein sehr präsentes Thema ist. Es ist ja gerade mal seit 3 Wochen vorbei und auf der Insel redet jeder darüber. Auch sie wurde schon darauf angesprochen und wir finden es beide spannend und schade zu beobachten, wie viele Frauen die Frau in dieser 3-er Beziehung, also mich, dafür beschuldigen und an en Pranger stellen. Wir sind eben genauso patriachal konditioniert wie die Männer in unserer Gesellschaft.
Jedenfalls hat auch sie etwas angesprochen, woran ich gestern viel gedacht habe: Die extreme negative Energie, der ich von aussen derzeit ausgeliefert bin und wie mich das wohl beeinflusst. Das spüre ich natürlich, reinige meine Energie täglich.
Heute habe ich leider geraucht. 2 Mal. Ich konnte einfach nicht anders, mein Nervensystem war heute extrem überreizt. Ich fühle mich den ganzen Tag leer, mir fehlt jegliche Lebensenergie. Ich habe sogar kur meine Tochter einmal emotional angefahren, als sie unfreundlich mit mir war. Das tat mir am meisten weh. Ich verurteile mich sehr dafür, wenn ich meinen emotionalen Ballast an meiner Tochter auslasse, was zum Glück sehr selten vorkommt. Aber heute konnte ich einfach nicht anders. Ich denke ich hätte mich heute mehr zurück ziehen sollen, mehr nach innen gehen sollen, als ich gespürt habe, dass ich so emotional bin.
Ich kann nicht einmal genau sagen, welches Thema mich heute so belastet hat, ich kann es gar nicht mehr benennen. Ist es die Scham? Die Angst vor dem finanziellen Ruin? Die Selbstverurteilung? Die Trauer darüber, dass Mütter – vor allem Single-Mütter – nicht genug gesehen werden? Wie viel sie tragen, leisten, emotional, mental, körperlich.
Oder die Tatsache, dass noch immer jede 5 Frau auf der Welt noch vor ihrem 18. Lebensjahr zwangsverheiratet wird?
Aber bei all dem Leid sehe ich auch das grössere Bild, dass alles göttlich ist, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn es manchmal schwer fällt diesen zu verstehen. Ich bin sehr priviligiert als westliche Frau inkarniert zu sein und sollte dieses Privileg nutzen, um die Welt zu verbessern, anstatt mich selbst zu bemitleiden. Momentan fehlt mir einfach die Kraft dazu. Aber ich vertraue darauf, dass sie wiederkommen wird.
Ich finde immer mehr zurück zu mir, zu meiner Göttlichkeit, meiner Verbindung zu all dem. Morgen früh fahre ich mit meiner Tochter zum Wasserfall, ganz früh zum Sonnenaufgang. Die Natur erinnert uns, sie trägt uns, sie reinigt uns. Dieser Wasserfall ist so ein kraftvoller Ort. Im Dschungel fühle ich mich zu Hause. Ich freue mich schon sehr darauf.
Ich hoffe der Tag morgen wird leichter.
Ich fragte Gott, ob unser Deal geplatzt sei, weil ich heute geraucht habe. ER SIE sagte nein. Da ist kein Deal, der platzen kann. Gott sagte, IHM IHR sei egal, ob ich eine am Tag rauche, 10, 20 oder gar keine. Es sei mein Leben, meine Entscheidung. Nur senkt es jedes Mal meine Schwingungsfrequenz und damit ich in meine volle Kraft komme, muss ich gänzlich aufhören, damit meine Frequenz dauerhaft stabil oben bleiben kann. Ob das heute, morgen oder übermorgen passiert liegt an mir.
Ich verstehe das. Es macht Sinn. Ich fühle, wie meine Frequenz sinkt, wenn ich rauche. Wie meine Gedanken negativer werden. Aber heute war ich einfach nicht stark genug. Und trotzdem erlaube ich mir stolz auf mich zu sein, wie ich mich durch diese für mich so herausfordernde Zeit navigiere, ohne unterzugehen. Ich schaffe das. Die Freude, mein Licht, meine Lebensenergie wird zurück kommen.
Vielleicht ja morgen schon ein Stückchen mehr.