Es ist 0:55 Uhr. Um 22:00 Uhr bin ich mit meiner Tochter ins Bett gegangen, ich liebe es mit ihr in einem Bett zu schlafen. Sie ist schon 9 Jahre alt und wir geniessen beide diese Nähe so sehr. Es ist schon etwas besonderes eine Single-Mom mit einer Tochter zu sein. Unsere Verbindung ist einzigartig. Wir sind so ein wundervolles Team, eine Art Mädels-WG, wo die eine die ganze Verantwortung trägt, die andere dafür immer gut drauf ist und Leichtigkeit versprüht. Und mit so viel Liebe und Nähe.
Jedenfalls ist meine kleine Blume wie immer recht schnell eingeschlafen, während ich ihr wunderschönes sanftes Gesicht betrachtete.
Ich fing nochmal an mich mit Gott zu unterhalten, einfach weil gestern so ein emotionaler Tag war und die Erkenntnisse, die durch Gott kamen, so tiefgehend waren. Und weil die Unterhaltungen mit Gott einfach immer so unglaublich sind.
Auch diese Unterhaltung begann wieder gleich mit einer tiefen Erkenntnis, so tief, das ich fragte „Soll ich aufstehen und diese Unterhaltung mitschreiben?“
„Ja, das wäre gut.“ antwortete Gott.
„Aber ich bin so müde. Es ist spät. Ich muochte lieber schlafen.“
„Dann schlaf“ antwortete Gott, fast schon sarkastisch, weil Gott wusste, ich werde nicht schlafen können, nach dieser Unterhaltung.
Ich lag jetzt also ingesamt 3 Stunden lang im Bett, teilweise wach und mich mit Gott unterhaltend, teilweise in einer Art Halbschlaf nachdenkend darüber, was ich gerade durch Gott schon wieder wertvolles über mich erfuhr.
Dieses mal kamen noch körperliche Schmerzen bzw. Anspannungen hinzu, an den Stelle in meinem Körper, in denen ich regelmässig irgendwelche Symptome habe, wenn mein Körper mir mal wieer signalisiert, dass eine alte Angst oder Wunde in mir aktiv wird.
Doch diese Unterhaltung war mindestens genauso wichtig für mich, wie die gestrige Unterhaltung. Also gab ich nun nach 3 Stunden auf, stand auf, machte mir ein Sandwich und einen Decaf-Kaffee, sitze nun draussen auf meinem Sofa und schreibe.
Gott, kannst du bitte nochmal zusammenfassen, was du mir eben im Bett nicht nur wörtlich sondern auch bildlich übermittelt hast?
Gott: „Ich habe dir gesagt, dass du dich, wie alle Menschen oder die allermeisten, hinter einer Fassade versteckst. Eine Identität, die du dir mühevoll aufgebaut hast, ein Leben lang und die du bisher nicht bereit bist abzulegen.“
Bildlich habe ich dabei mich selbst gesehen, mit einem ei-förmigen Licht in der Mitte meines Körpers, welches meine Seele, mein wahres, authentisches Ich repräsentiert. Um mich herum eine dicke Schicht an buntem Licht könnte man sagen. DIese Schicht ist die Identität, die ich hier in meinem Leben gebildet habe.
Die Identität, die ich Eywa nenne.
Gott: „Diese Identität wird natürlich auch hin und wieder von deiner Seele beeinflusst, aber im Grossen und Ganzen hat sie recht wenig mit deiner Seele zu tun. Sie ist die Summe aller deiner Glaubenssätze darüber, was dich liebenswert macht: Dein Aussehen, die Art zu sprechen, dich zu geben, die Dinge die du sagst und tust. Selbst die Dinge, die du denkst, wenn du dich nicht gerade mit mir unterhältsts.“
Ich konnte das alles sehr klar vor meinem inneren Auge sehen. All diese Bilder, all die Videos, die ich täglich aufnahm und dabei präzise darauf achtete, wie ich aussah, was ich anhabe, wie meine Haare liegen, wie meine Stimme klingt, welche Worte ich benutze. Alles um zu gefallen. Um geliebt zu werden. Um von Frauen bewundert und von Männern geliebt zu werden. Der Anteil, der von Männern geliebt werden will, spielt dabei eine grosse Rolle. Die Liebe meines Vaters war viel sanfter, sicherer und erstrebenswerter als die meiner Mutter.
Als ich vor Jahren zur Spiritualität fand, habe ich einige radikale Entscheidungen getroffen, die zumindest für mich recht radikal waren: Ich verkaufte alle meine Designerkleidung, alle meine 100 High Heels, die ich täglich trug, warf all mein Make-Up weg und lief nur noch in Jeans und T-Shirts herum. Die Haare so, wie sie gerade fielen oder einfach bequem zu einem Pferdeschwanz, kein Make-Up, nicht einmal mehr Kosmetikprodukte lies ich an meine Haut, nur natürliche Öle.
Meine Haut alterte plötzlich rasant! Zum einen weil ich kein Anti Aging mehr benutzte, zum anderen weil ich auf eine Insel zog, auf der ich starker Sonne ausgesetzt war.
Bis ich bemerkte, dass ich mich mit all dem nicht mehr schön fand. Also kehrte ich zurück zu sexy-eleganter-weiblicher Kleidung und mehr Pflege.
Ich fragte Gott was das alles mit meinem finanziellen Zustand zutun hatte.
Gott: „So lange du aus dieser Hülle, aus dieser Identität operierst, wirst du immer Struggels mit Geld haben, bzw immer hart dafür arbeiten müssen. Denn das ist es, was du in dieser Identität erlebt und verankert hast. Mit all deinen Manifestations-techniken operierst du aus genau diesem Mangel heraus, den du auf dieser Ebene abgespeichert hast. Erst wenn du diese Identität ablegst und nur noch dieses goldene ei-förmige Licht in dir operiert, deine Seele, dann wird das Geld und all die Fülle in dein Leben fliessen, wie ein starker Fluss, den du gar nicht aufhalten kannst, aus allen Richtungen. Und dabei geht es gar nicht hauptsächlich um Geld, sondern um Fülle in allen Lebensbereichen. Denn das ist es, was deine Seele wirklich ist. Doch sie ist verdeckt, von all den Glaubenssätzen deiner Identität. Dieser dicken Schicht die stets glaubt, sie müsse auf einer bestimmte Art aussehen, handeln, reden etc. um geliebt zu werden. Diese Schicht, diese Identität, die du Eywa nennst, die glaubt nicht, dass sie liebenswert ist. Sie fühlt Mangel, Angst, Gefahr. Sie muss sich stets bemühen um geliebt zu werden. Somit bekommt sie auch nur minimale Fülle.
Doch dieser innere Anteil in dir, deine wahre Seele, wenn diese einmal Raum bekommt und strahlt, diese Seele ist pure Liebe, pure Fülle. Doch du hast so schreckliche Angst diese Identität abzulegen, da du nicht daran glaubst, dass diese Seele liebenswert ist ohne all diese Dinge, von denen du gelernt hast, dass sie dich liebenswert machen: Ein guter Job, eine Karriere, Redegewandheit, ein bestimmtes Aussehen, bestimmte Hobbys, ein bestimmter Mann an deiner Seite und so weiter.
So lange du so viel Angst hast dein wahres Ich zu zeigen, wirst du es verbergen.
Aber keine Sorge, mein Kind, ich helfe dir dabei. Denn ich sehe deine Seele, ich sehe auch deine Angst.
Das Rauchen war ein erster sehr wichtiger Schritt für dich, denn es war ein Anteil dieser Identität, die sie sehr stark genährt hat. Und dieses Schreiben hier ist ein Ausdruck deiner Seele. Noch schreibst du anonym, mit Pseudonamen. Aber das ist ok, hauptsache du beginnst deiner Seele Ausdruck zu verleihen. Desto mehr du das machst, umso mehr gewöhnst du dich daran, deiner wahren Seele Raum zu geben. Irgendwann wirst du dich nicht mehr hinter Pseudonamen verstecken müssen, weil du erkennen wirst, wieviel Liebe in diesem Ausdruck steckt, wieviel wert und wie liebenswert und wertvoll deine Seele tatsächlich ist. Das gilt übrigens für alle Menschen auf der Erde. Viele haben Angst ihre Seele zu zeigen und verstecken sich hinter ein der Identität, nur sie merken es nie.“
Ich spüre die Angst in meinem Körper. Das war der Moment, als ich in einer Art Halbschlaf lag. Mein Nacken begann zu schmerzen. Ich kenne dieses Gefühl bereits, wenn mein Parasympatikus mein Nervensystem im Schlaf aktiviert wache ich morgens mit starken Schmerzen im Nacken auf. Das war zum Glück schon länger nicht mehr der Fall.
Und mein Knie begann weh zu tun. Es war kein richtiger innerer Schmerz, eher ein unerträgliches Unwohlsein, als würde etwas mein linkes Knie umrunden und ein starkes unwohles Gefühl verursachen. Ich begann mein Knie zu massieren und diese Schmerzen machten mich wach. Sie waren der Grund warum ich schlussendlich aufstand.
Hier ist meine Angst verankert.
Ich fragte Gott: „Ok, aber was mache ich denn nun mit der Angst wegen meiner finanziellen Lage? Sie ist real und durchflutet meinen ganzen Körper auf eine sehr unangenehme weise.“
Gott: „Es geht hier nicht primär um dein Geld. Geld ist nur ein Aspekt von vielen, doch du hast deinen ganzen Fokus auf diesen Aspekt gelenkt, ihn auf den Tron gesetzt, so wie die meisten Menschen auf eurer Erde. Ihr denkt das Geld ist der entscheidendste Faktor für Glück. Habt ihr erst mal Geld, wollt ihr mehr oder habt Angst es zu verlieren. Und unabhängig davon wie viel ihr habt, ihr merkt, dass es so viele andere Faktoren gibt, die darüber entscheiden, wie glücklich oder unglücklich ihr seid. Wird ein reicher plötzlich krank, merkt er, wie viel wichtiger seine Gesundheit ist, als sein finanzieller Reichtum. Ihr sagt es selbst immer: Das wichtigste ist die Gesundheit. Wie ihr wisst, dass ohne sie sich euer Leben komplett einschränkt in seiner Erfahrung. Und doch steht ihr auch und eure ganze Tagesgestaltung dreht sich darum mehr Geld zu verdienen, als gesünder zu werden. Genauso ist es mit euren Beziehungen. Eure Forscher haben euch aufgezeigt, dass es die Verbindung zu anderen Menschen ist, die euch am glücklichsten macht. Und doch teilt ihr euer Geld nicht mit anderen, weil es euch das wichtigste im Leben erscheint.“
Ich: “ Ok, das verstehe. Das macht alles Sinn. Und ich sehe darin die Wahrheit, auch aus eigener Erfahrung. Wenn mit nun aber mein Geld völlig ausgeht, dann kann ich mein Online Business nicht mehr weiter führen.“
Gott: „Dann wirst du dich vielleicht beginnen auf andere Dinge zu fokussieren. Vielleicht wirst du näher an die Menschen in deinem Leben rücken, auf ihre Hilfe angewiesen sein, diese bekommen und mehr Dankbarkeit und Liebe zu ihnen verspüren. Deine Situation ist immer ein Geschenk, auch wenn du zuerst nur das Leid zu sehen vermagst. Ihr Menschen neigt generell dazu mehr das Leid zu sehen. Du hast Kunden, potenzielle Kunden, ein Business, dass dich seit Jahren trägt. Du hast viele Ideen, wie du in kurzer Zeit an Geld kommen könntest. Du hast die Idee deinen Freund als Investor zu gewinnen. Das sind alles Möglichkeiten, die sich dir eröffnen. Aber du entscheidest dich von deiner Angst so einnehmen zu lassen, dass du nur noch das Leid siehst.“
Ich: „Tja, das sagst du so einfach, als Gott, der reine Liebe ist und keine Angst spürt.“
Gott: „Ich will dich nicht gaslighten. Ich verstehe dich und deswegen helfe ich dir auch. Aber du musst mir vertrauen. Ich habe wirklich nur das beste für dich im Sinn. Ich werde dir helfen deine Identität abzulegen, damit deine Seele strahlen kann. Wie das ablaufen wird hängt auch von dir ab. Du folgst jetzt meinen Anweisungen, das ist gut. Das hättest du auch schon vor einem Monat machen können, aber du warst noch nicht bereit. Das ist ok. Wir gehen den Weg und du bestimmst die Geschwindigkeit und auch die Richtung, die wir einschlagen müssen, damit du erkennst, dass deine Seele liebenswert ist und du diese Identität nicht brauchst. Diese Identität ist es, die all das Leid in deinem leben verursacht hat. Du denkst sie macht dich liebenswert, doch in Wahrheit ist das Gegenteil der Fall. Sie verursacht Leid. Deine wahre Seele ist es die so liebenswert ist, dass du nichts dafür tun musst um geliebt zu werden. Du musst dich auch nicht anstrengen um geld zu verdienen. Du musst dich generell für nichts anstrengen, wenn du deiner Seele folgst. Denn deine Seele hat unglaublich viel Freude an ihrem Ausdruck und diese Freude, diese Liebe ist die grösste Fülle und der grösste und stärkste Magnet für Fülle. Deine Seele sagt keine Affirmationen auf, bastelt keine Vision Boards, denn sie hat nicht Freude an Besitztümern oder irgendwelchen Ziele, sie hat Freude am Sein und am Ausdruck ihrer selbst. Alles andere kommt ihr einfach zugeflogen und auch daran erfreut sie sich einfach. Beginn zu sehen, wie viel Freude du am Schreiben dieser Zeilen hast. In Wahrheit ist dies keine Unterhaltung mit Gott sondern eine Unterhaltung mit deiner eigenen Seele. Deine Identität unterhält sich mit deiner Seele. „Seelenzeilen“. Welch passender Titel, nicht wahr?
DU kannst hier gerne weiterhin von einer Unterhaltung mit Gott sprechen, denn im Grunde macht es keinen Unterschied. Es ist sowieso alles eins und der Ausdruck kommt stets aus einer Quelle, oder eben aus deiner Identität, die du dir mit so viel Sorgfalt zusammengebastelt hast über so viele Jahre.“
Ich wollte gerade wieder darauf zu sprechen kommen, dass ich nun gerne einen Tipp hätte, wie ich zu mehr Geld komme. Dabei fiel mir auf, dass Gott soeben genau darüber sprach. Vertraue. Es ist deine Angst, nicht das Geld ist dein Problem. Deine Angst.
Und diese spüre ich. Im ganzen Körper.
Ich: „Wie werde ich diese Angst los?“
Gott: „In dem du vertraust. Und in dem du lernen wirst, dass deine Angst unbegründet war. In deiner Geschwindigkeit. Du gibst die Richtung an. Spüre die Angst. Gehe ihr nicht aus dem Weg. Aber erkenne an, dass die teil deiner Identität ist, nicht deiner Seele, deinem wahren Sein. Und entscheide dich immer mehr mit deiner Seele zu verbinden, ihr immer mehr Raum in dir zu geben, deiner Intuition zu folgen, deiner Seele Ausdruck zu verleihen. So wird der Schleier deiner Identiät immer dünner werden und das Licht deiner Seele wird immer mehr durchstrahlen können.“
Das ist ein gutes Abschlusswort.
Ich werde versuchen nochmal schlafen zu gehen.
Mit der Angst, die ich wirklich spüre und all die katastrophalen Szenarien, die mir dabei durch den Kopf gehen. Und mich gleichzeitig erinnern, dass dies nicht meine Seele ist. Meine Seele interessiert sich nicht für das Geld, sie interessiert sich lediglich für ihren Ausdruck.
Oh man, das ist schon noch ein Weg, den ich zu gehen habe…